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Erste Geldchen-Studie: zwei Wege zur Stabilität

Übersetzung

Diese Seite ist eine Übersetzung; das Original ist auf Russisch: https://geldchen.com/research/money-after-moving-results/

Hallo, ich heiße Maxim und bin Co-Autor (+KI) von Geldchen, einem Wiki über persönliche Finanzen in Deutschland.
Wir haben schon viele Artikel zu den wichtigsten Finanzthemen gesammelt. Weil uns aber Informationen darüber fehlten, welche Themen normalerweise Fragen aufwerfen, haben wir eine Umfrage gemacht und sie in russischsprachigen Telegram-Kanälen verbreitet.

Unten stehen die wichtigsten Ergebnisse: wie finanziell stabil die Menschen in der befragten Stichprobe sind, wie hoch ihre Ersparnisse und Einkommen sind, mit welchen schwierigen Fragen sie zu tun hatten.
Die Studie ist nicht akademisch. Sie soll zeigen, in welche Richtung die künftigen Artikel des Portals und die Produktentwicklung gehen, aber ich denke, einige der gefundenen Zusammenhänge sind durchaus allgemeingültig.

Ich hoffe, du findest in den Ergebnissen etwas Neues für dich oder eine Antwort auf eine alte Frage.

Danke, Maxim - [email protected]

a
75%
stabil nach gängigen Kennzahlen
Rücklage ab 3 Monaten · 75%Erwachsene in Deutschland (BaFin 2022): auch 75%
Drei von vier decken ihre Ausgaben, zahlen unerwartete 1.000 € und halten drei Monate ohne Einkommen durch.
b
5.000 €
Umfrage-Median, pro Monat und Haushalt
Berlin, Durchschnitt2.575 €Deutschland, Median3.176 €Paare mit Kindern5.502 €Umfrage-Median ≈ 5.000 €
Wie eine deutsche Familie mit Kindern und doppelt so viel wie ein durchschnittlicher Berliner Haushalt.
c
häufiger Stress bei Rücklage unter 3 Monaten
Rücklage unter 3 Monaten54%3 Monate und mehr17%Stress wegen Geld oft oder fast täglich
Drei Monate Fixkosten sind die Schwelle: darunter ist die tägliche Geldstress dreimal so häufig.
d
Wohnen
schwerstes Thema, dann Investieren und Rente
Wohnen: Miete oder Kauf53%Investieren42%Rentenansprüche36%
Unter den drei schwersten Entscheidungen genannt; dasselbe Trio in beiden Gruppen.
geldchen-Umfrage „Geld nach dem Umzug nach Deutschland“, N = 118, 1. August – 1. September 2026. Die Stichprobe ist nicht repräsentativ.geldchen.com/research

Die wichtigsten Thesen:

  • Nach gängigen Kennzahlen stehen 75% der Befragten finanziell stabil da - genau auf dem Niveau Deutschlands in der OECD-Studie.
  • Die Hälfte der Haushalte (ungefährer Median) hat ein Nettoeinkommen ab 5.000 €. Das entspricht etwa dem deutschen Median für Familien mit Kindern und rund zwei durchschnittlichen Berliner Haushalten.
  • Der auffälligste Befund: Menschen mit einer Rücklage ab drei Monaten Fixkosten berichteten dreimal seltener von hoher finanzieller Anspannung als diejenigen ohne eine solche Rücklage.
  • Wohnen (Kauf oder Miete) - das am häufigsten genannte Thema unter den schwierigen Fragen.

Versuch einer Deutung (zwei Schlüsselgruppen):

Stabilität und Instabilität hängen mit dem Einkommen, der Rücklage und vermutlich mit dem Ausgabenniveau zusammen (in erster Linie beim Wohnen).

Zur „stabilen“ Gruppe zu gehören garantiert kein Glück: Die Einkommensgruppen verbesserten die allgemeine Zufriedenheit nicht.

  • Die kurzfristige finanzielle Stabilität ist bei vielen Befragten offensichtlich. Die Mehrheit ist seit mindestens drei Jahren in Deutschland, hat eine Arbeit auf demselben Niveau wie vor dem Umzug oder höher, ein gleiches oder höheres Einkommen und eine Rücklage.
  • Andererseits: Wenn man die relative Einkommensgruppe vor dem Umzug danebenlegt - Bewohner großer Städte, Hochschulabschluss, Fremdsprachenkenntnisse, stabile Arbeit (zwei Einkommen in der Familie) -, lässt sich vermuten, dass ein erheblicher Teil der Gruppe vom Einkommensniveau der oberen 10% auf 50–60% innerhalb des Landes gewechselt ist. Wahrscheinlich sind Einkommen und Lebensstandard bei vielen an sich nicht gesunken, aber die vergleichende Einkommensklasse (hoch → mittel) hat das Gefühl für den Lebensstandard verändert.

Was mit Instabilität korrelierte: Die Gruppe mit dem niedrigeren Haushaltseinkommen besteht häufiger aus kürzlich Angekommenen (0–3 Jahre), mit Arbeit auf niedrigerem Niveau oder in einer anderen Richtung.
Zum Teil ist das ein vorübergehender Effekt und zugleich eine direkte Antwort auf die Bedeutung der Karriere-Aktivierung (Rückkehr auf das frühere Niveau) und/oder der Aktivierung des Partners.

Beide Gruppen nannten Wohnen als Frage Nr. 1 - vermutlich aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Für die einen ist es ein großer (oft der größte) Ausgabenposten und Teil des „Fixkosten“ - bei Menschen, die erst vor Kurzem umgezogen sind und relativ wenig verdienen. Für die anderen gehört es zu einer Klasse von Aufgaben, „Investieren“, zusammen mit Fragen der langfristigen Finanzen (Rente) und der Finanzprodukte.

Um den allgemeinen Teil der Ergebnisse abzuschließen: unerwartete Entdeckungen haben wir nicht gesehen.

Für die Stichprobe gibt es jetzt eine klare Zahl - 75% derjenigen, die eine unerwartete Ausgabe von 1.000 € stemmen können, mit Arbeit auf dem früheren Niveau und einer Rücklage ab drei Monaten. Das gilt nur für sie, nicht für die russischsprachige Bevölkerung Deutschlands insgesamt. Ihr Interesse liegt darin, die eigene Position zu festigen - Investieren, eigenes Wohneigentum, Rente.

Andererseits ist auch der Anteil derer mit hohem, fast täglichem Finanzstress erheblich - bei 25%; vermutlich ist die Frage nach langfristiger Arbeit und dem Aufbau einer Rücklage offen.
Ihre Interessen verteilen sich breiter, umfassen aber deutlich Versicherungen, Fixkosten und immer noch Wohnen an erster Stelle, offenbar als größten Ausgabenposten. Das ist der Weg zur Stabilisierung, nicht das Ankommen dort.

Und nun zum Überblick über die Studie.

1. Wer die Mehrheit ist

Unter 45 Jahre, bis zu fünf Jahre in Deutschland, Einkommen um die 5.000 €, Arbeit als Grund für den Umzug.
Haben ihr Arbeitsniveau gehalten, planen in Deutschland zu bleiben.

Jung, erst kürzlich angekommen, verdienen gut und haben ihre Karriere meist gehalten

Wer geantwortet hat: Anteile aller 118 Befragten in sechs Fragen. Die größte Gruppe je Panel ist in Vollfarbe hervorgehoben.

größte Gruppe im Panel übrige Antworten a Alter 0% 15% 30% 45% 60% 18–24 4% 25–34 36% 35–44 42% 45–54 19% Vier von fünf sind jünger als 45; niemand ist älter als 54 b Wie lange in Deutschland 0% 15% 30% 45% 60% Weniger als ein Jahr 6% 1–2 Jahre 25% 3–5 Jahre 42% 6–10 Jahre 18% Mehr als 10 Jahre 9% Die größte Gruppe kam vor 3–5 Jahren c Hauptgrund für den Umzug 0% 15% 30% 45% 60% Arbeit oder Selbstständigkeit 45% Sicherheit oder Krieg 29% Studium 9% Anderes 8% Aufnahmeprogramme 5% Partner oder Familie 3% Drei von zehn zogen wegen Sicherheit um d Haushaltsnettoeinkommen im Monat 0% 10% 20% 30% 40% unter 2.000 € 8% 2.000–3.499 € 15% 3.500–4.999 € 23% 5.000–7.499 € 31% 7.500 € oder mehr 13% Einkommen schwankt stark 4% Möchte ich nicht sagen 6% Die Hälfte der Angaben: 5.000 € und mehr e Arbeit im Vergleich zu vor dem Umzug 0% 15% 30% 45% 60% Branche ähnlich, Niveau gleich 43% Branche ähnlich, Niveau höher 19% Branche ähnlich, Niveau niedriger 13% Studium/Umschulung 7% Arbeite derzeit nicht 6% Vorher nicht gearbeitet 4% Andere Branche, freiwillig 3% Andere Branche, gezwungen 3% Möchte ich nicht sagen 1% Die meisten: ähnliche Branche, gleiches Niveau oder höher f Pläne für 3–5 Jahre 0% 25% 50% 75% 100% In Deutschland bleiben 77% Weiß noch nicht 12% In ein anderes Land ziehen 10% Ins frühere Land zurück 1% Nur 13 wollen wegziehen oder zurückkehren
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Anteile aller 118 Befragten; die Antworten „möchte ich nicht sagen“ sind gezeigt und nicht verworfen. Nach Bildung wurde nicht gefragt.
Quelle: geldchen-Umfrage „Geld nach dem Umzug nach Deutschland“, N = 118, 1. August – 1. September 2026. Intervalle: 95% nach Wilson, Genauigkeit nur unter den Befragten. Prozentwerte sind gerundet und ergeben in der Summe nicht immer 100.
Daten
KategorienAnteil95%-Intervall
Alter: 18–2454%2–10
Alter: 25–344236%28–45
Alter: 35–444942%33–51
Alter: 45–542219%13–27
Wie lange in Deutschland: Weniger als ein Jahr76%3–12
Wie lange in Deutschland: 1–2 Jahre2925%18–33
Wie lange in Deutschland: 3–5 Jahre5042%34–51
Wie lange in Deutschland: 6–10 Jahre2118%12–26
Wie lange in Deutschland: Mehr als 10 Jahre119%5–16
Hauptgrund für den Umzug: Arbeit oder Selbstständigkeit5345%36–54
Hauptgrund für den Umzug: Sicherheit oder Krieg3429%21–38
Hauptgrund für den Umzug: Studium119%5–16
Hauptgrund für den Umzug: Anderes108%5–15
Hauptgrund für den Umzug: Aufnahmeprogramme65%2–11
Hauptgrund für den Umzug: Partner oder Familie43%1–8
Haushaltsnettoeinkommen im Monat: unter 2.000 €98%4–14
Haushaltsnettoeinkommen im Monat: 2.000–3.499 €1815%10–23
Haushaltsnettoeinkommen im Monat: 3.500–4.999 €2723%16–31
Haushaltsnettoeinkommen im Monat: 5.000–7.499 €3731%24–40
Haushaltsnettoeinkommen im Monat: 7.500 € oder mehr1513%8–20
Haushaltsnettoeinkommen im Monat: Einkommen schwankt stark54%2–10
Haushaltsnettoeinkommen im Monat: Möchte ich nicht sagen76%3–12
Arbeit im Vergleich zu vor dem Umzug: Branche ähnlich, Niveau gleich5143%35–52
Arbeit im Vergleich zu vor dem Umzug: Branche ähnlich, Niveau höher2319%13–28
Arbeit im Vergleich zu vor dem Umzug: Branche ähnlich, Niveau niedriger1513%8–20
Arbeit im Vergleich zu vor dem Umzug: Studium/Umschulung87%3–13
Arbeit im Vergleich zu vor dem Umzug: Arbeite derzeit nicht76%3–12
Arbeit im Vergleich zu vor dem Umzug: Vorher nicht gearbeitet54%2–10
Arbeit im Vergleich zu vor dem Umzug: Andere Branche, freiwillig43%1–8
Arbeit im Vergleich zu vor dem Umzug: Andere Branche, gezwungen43%1–8
Arbeit im Vergleich zu vor dem Umzug: Möchte ich nicht sagen11%0–5
Pläne für 3–5 Jahre: In Deutschland bleiben9177%69–84
Pläne für 3–5 Jahre: Weiß noch nicht1412%7–19
Pläne für 3–5 Jahre: In ein anderes Land ziehen1210%6–17
Pläne für 3–5 Jahre: Ins frühere Land zurück11%0–5

2. Das Medianeinkommen - durchschnittlich oder über dem gesamtdeutschen

Insgesamt verdient die befragte Gruppe (nach 3–5 Jahren im Land) genauso viel oder mehr als eine durchschnittliche Familie.

Aus der Umfrage lässt sich nicht sagen, ob das gut ist: Haben sich die Menschen wirtschaftlich angepasst, oder verdienen hoch qualifizierte Fachkräfte „durchschnittlich“?

Die Hälfte der Befragten verdient mindestens so viel wie ein Medianhaushalt in Deutschland

Die Einkommensspannen aus der Umfrage als Anteile der Antwortenden, danach auf einer Euro-Skala neben vier Referenzwerten für Deutschland und Berlin.

a Haushaltsnettoeinkommen im Monat, Anteile der 106 mit Einkommensangabe 0% 10% 20% 30% 40% 50% bis 2.000 € 8% [5–15] 2.000–3.499 € 17% [11–25] 3.500–4.999 € 25% [18–35] 5.000–7.499 € 35% [27–44] 7.500 €+ 14% [9–22] b Dieselben Spannen auf einer Euro-Skala, mit dem Umfrage-Median und vier Referenzhaushalten bis 2.000 € · 8% 17% 25% 5.000–7.499 € · 35% 14% ohne Obergrenze → 0 € 1.000 € 2.000 € 3.000 € 4.000 € 6.000 € 7.000 € 8.000 € 9.000 € Umfrage-Median: bei rund 5.000 € 54 von 106 liegen darunter, 52 auf dieser Höhe und darüber Berlin, durchschnittlicher Haushalt 2.575 € · Mikrozensus 2023 Deutschland, Paare ohne Kinder 4.000 € · EU-SILC 2025 Deutschland, Medianhaushalt 3.176 € · EU-SILC 2025 Deutschland, Paare mit Kindern 5.502 € · EU-SILC 2025
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a Anteile der 106 Befragten mit Einkommensangabe, mit 95%-Intervallen. b Dieselben Spannen auf einer Euro-Skala; das Dreieck ist der ungefähre Umfrage-Median: 54 von 106 liegen unter 5.000 €, 52 auf dieser Höhe und darüber. Referenzwerte: Mediane (Deutschland, EU-SILC 2025, Einkommen 2024) und Durchschnitt (Berlin, Mikrozensus 2023). Das Einkommen ist nicht um die Haushaltsgröße bereinigt.
Quelle: geldchen-Umfrage „Geld nach dem Umzug nach Deutschland“, N = 118, 1. August – 1. September 2026. Intervalle: 95% nach Wilson, Genauigkeit nur unter den Befragten. Prozentwerte sind gerundet und ergeben in der Summe nicht immer 100. Referenzwerte: Destatis, IBB.
Daten
KategorienAnteil95%-Intervall
bis 2.000 €98%5–15
2.000–3.499 €1817%11–25
3.500–4.999 €2725%18–35
5.000–7.499 €3735%27–44
7.500 €+1514%9–22
Referenz: Berlin, average household (Mikrozensus 2023)2.575 €
Referenz: Germany, couples without children (EU-SILC 2025)4.000 €
Referenz: Germany, median household (EU-SILC 2025)3.176 €
Referenz: Germany, couples with children (EU-SILC 2025)5.502 €
Umfrage-Median (von 106 mit Einkommensangabe), an der Grenze der Spannen5.000 €

3. Benchmarking: 75% decken ihre Fixkosten ohne Probleme und haben drei Monate Rücklage

25% der Befragten kommen mit drei Monaten Einkommensverlust nicht zurecht. Wieder ein durchschnittlich deutsches Niveau.

Drei von vier bestehen jeden der kurzfristigen Tests

Drei Fragen: die letzten drei Monate, dieser Monat und die vorhandene Rücklage. Die Hauptfarbe steht für die „bestandene“ Antwort, der Akzent für den Engpass.

a Fixkosten in den letzten drei Monaten 85% 12% Nie schwierig gewesen 85% Mindestens einmal schwierig 12% Weiß nicht 3% b Unerwartete Ausgabe von 1.000 € in diesem Monat 76% 20% Aus Geld oder Ersparnissen 76% Anders: Einkommen, Familie, Kredit 20% Könnte wohl nicht bezahlen 3% c Rücklage, wenn das Einkommen heute endet (114 Antworten) 75% 25% 3 Monate und mehr 75% Weniger als 3 Monate 25% drei von vier
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a, b Anteile aller 118 Befragten; c die 114 mit Angabe zur Rücklage. Jeder Test steht für sich; wie viele Menschen alle drei bestehen, sagt die Abbildung nicht.
Quelle: geldchen-Umfrage „Geld nach dem Umzug nach Deutschland“, N = 118, 1. August – 1. September 2026. Intervalle: 95% nach Wilson, Genauigkeit nur unter den Befragten. Prozentwerte sind gerundet und ergeben in der Summe nicht immer 100.
Daten
KategorienAnteil95%-Intervall
Fixkosten in den letzten drei Monaten: Nie schwierig gewesen10085%77–90
Fixkosten in den letzten drei Monaten: Mindestens einmal schwierig1412%7–19
Fixkosten in den letzten drei Monaten: Weiß nicht43%1–8
Unerwartete Ausgabe von 1.000 € in diesem Monat: Aus Geld oder Ersparnissen9076%68–83
Unerwartete Ausgabe von 1.000 € in diesem Monat: Anders: Einkommen, Familie, Kredit2420%14–28
Unerwartete Ausgabe von 1.000 € in diesem Monat: Könnte wohl nicht bezahlen43%1–8
Rücklage, wenn das Einkommen heute endet (114 Antworten): 3 Monate und mehr8675%67–82
Rücklage, wenn das Einkommen heute endet (114 Antworten): Weniger als 3 Monate2825%18–33
Bei jedem Vierten reicht die Rücklage keine drei Monate; die Übrigen liegen auf dem Niveau der Menschen in Deutschland

Wie lange würden die Ersparnisse reichen, wenn das Einkommen heute endet? Die gestrichelte Linie ist die Drei-Monats-Schwelle für finanzielle Resilienz nach OECD/INFE.

a Wie lange die Ersparnisse reichen, wenn das Einkommen heute endet (114 Antworten) 0% 10% 20% 30% 40% 50% Bis 1 Monat 6% [3–12] 1–2 Monate 18% [12–27] 3–5 Monate 22% [15–30] 6–11 Monate 18% [12–27] 12+ Monate 35% [27–44] Schwelle 3 Monate 1 von 4: unter 3 Monaten 28 von 114 · 25% [18–33] 3 von 4: 3 Monate und mehr 86 von 114 · 75% [67–82] b Reicht für drei Monate und mehr: diese Umfrage und dieselbe Frage in anderen Studien 0% 25% 50% 75% 100% Diese Umfrage · 75% Deutschland, BaFin 2022 · 75% OECD-Länder, 2023 · 49% 39 Länder, OECD/INFE 2023 · 43% gleicher Anteil wie in Deutschland
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a 114 Antworten, mit 95%-Intervallen. Der Median liegt in der Spanne 6–11 Monate. b Anteil derer, die die Drei-Monats-Schwelle schaffen: Diese Umfrage (Ring) deckt sich mit dem Wert für Erwachsene in Deutschland aus der OECD/INFE-Runde, die die BaFin 2022 durchgeführt hat (Punkt im Ring). Fragestellung und Schwelle sind identisch.
Quelle: geldchen-Umfrage „Geld nach dem Umzug nach Deutschland“, N = 118, 1. August – 1. September 2026. Intervalle: 95% nach Wilson, Genauigkeit nur unter den Befragten. Prozentwerte sind gerundet und ergeben in der Summe nicht immer 100. Referenzwerte: OECD/INFE 2023; OECD (2024) Finanzbildung in Deutschland.
Daten
KategorienAnteil95%-Intervall
Bis 1 Monat76%3–12
1–2 Monate2118%12–27
3–5 Monate2522%15–30
6–11 Monate2118%12–27
12+ Monate4035%27–44
Referenz: Erwachsene in Deutschland, BaFin/OECD 202275%
Referenz: OECD-Länder, 202349%
Referenz: 39 Länder, OECD/INFE 202343%

4. Ein Polster von drei Monatsausgaben senkt die Antworten über „tägliche Sorgen“ auf ein Drittel

Die Schwelle liegt bei drei Monaten: darunter kommt häufiger Stress dreimal so oft vor

Stress und Einschränkungen im Alltag nach Größe der Rücklage. Die Akzentfarbe markiert die Gruppe unter der Schwelle.

unter der Schwelle an der Schwelle und darüber a Stress oft oder fast täglich 0% 25% 50% 75% 100% Rücklage unter 3 Monaten (n=28) 54% [36–70] 3 Monate und mehr (n=84) 17% [10–26] 3× so oft wie bei Rücklage ab 3 Mon. Exakter Test nach Fisher, zweiseitig, explorativ: p unter 0,001 b Stress zumindest manchmal 0% 25% 50% 75% 100% Rücklage unter 12 Monaten (n=74) 68% [56–77] 12 Monate und mehr (n=38) 42% [28–58] Exakter Test nach Fisher, zweiseitig, explorativ: p = 0.014 c Finanzen schränken Wichtiges zumindest etwas ein 0% 25% 50% 75% 100% Rücklage unter 12 Monaten (n=71) 72% [60–81] 12 Monate und mehr (n=40) 40% [26–55] Exakter Test nach Fisher, zweiseitig, explorativ: p = 0.001
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a Stress oft oder fast täglich, Schwelle 3 Monate. b Stress zumindest manchmal, Schwelle 12 Monate: 16 von 38 Personen mit einer Rücklage ab einem Jahr sorgen sich trotzdem zumindest manchmal. c Finanzen schränken Wichtiges zumindest etwas ein, Schwelle 12 Monate (explorative Aufteilung).
Quelle: geldchen-Umfrage „Geld nach dem Umzug nach Deutschland“, N = 118, 1. August – 1. September 2026. Intervalle: 95% nach Wilson, Genauigkeit nur unter den Befragten. Prozentwerte sind gerundet und ergeben in der Summe nicht immer 100.
Daten
KategorienAnteil95%-Intervall
Stress oft oder fast täglich: Rücklage unter 3 Monaten (n=28)1554%36–70
Stress oft oder fast täglich: 3 Monate und mehr (n=84)1417%10–26
Stress zumindest manchmal: Rücklage unter 12 Monaten (n=74)5068%56–77
Stress zumindest manchmal: 12 Monate und mehr (n=38)1642%28–58
Finanzen schränken Wichtiges zumindest etwas ein: Rücklage unter 12 Monaten (n=71)5172%60–81
Finanzen schränken Wichtiges zumindest etwas ein: 12 Monate und mehr (n=40)1640%26–55

5. Arbeit in derselben Position - ein großer Faktor beim Aufbau der Rücklage

Arbeit auf dem früheren Niveau geht mit einer Rücklage einher, aber nicht mit Ruhe

Ähnliche Branche auf gleichem Niveau oder höher (71 Personen) gegen Branchenwechsel, Abstieg, Studium oder keine Arbeit (37).

Branche und Niveau gehalten Branche oder Niveau geändert a Rücklage unter drei Monaten 0% 25% 50% 75% 100% Niveau gehalten (n=71) 20% [12–30] Branche/Niveau geändert (n=37) 38% [24–54] Exakter Test nach Fisher, zweiseitig, explorativ: p = 0.063 b Stress zumindest manchmal 0% 25% 50% 75% 100% Niveau gehalten (n=71) 58% [46–69] Branche/Niveau geändert (n=37) 65% [49–78] Exakter Test nach Fisher, zweiseitig, explorativ: p = 0.54
Seitwärts wischen, um die ganze Abbildung zu sehen →
a Rücklage unter drei Monaten: 20% gegen 38%. b Stress zumindest manchmal unterscheidet sich kaum. Wer vor dem Umzug nicht gearbeitet hat, ist nicht enthalten.
Quelle: geldchen-Umfrage „Geld nach dem Umzug nach Deutschland“, N = 118, 1. August – 1. September 2026. Intervalle: 95% nach Wilson, Genauigkeit nur unter den Befragten. Prozentwerte sind gerundet und ergeben in der Summe nicht immer 100.
Daten
KategorienAnteil95%-Intervall
Rücklage unter drei Monaten: Niveau gehalten (n=71)1420%12–30
Rücklage unter drei Monaten: Branche/Niveau geändert (n=37)1438%24–54
Stress zumindest manchmal: Niveau gehalten (n=71)4158%46–69
Stress zumindest manchmal: Branche/Niveau geändert (n=37)2465%49–78

6. Aber die Rücklage allein bringt keine Zufriedenheit

Sie beseitigt allgemeine Unzufriedenheit, aber nicht umgekehrt.

Die Rücklage senkt die Unzufriedenheit, schafft aber keine Zufriedenheit

Zufriedenheit mit den Finanzen des Haushalts nach Größe der Rücklage, ein Panel je Antwortgruppe.

nicht zufrieden 50/50 zufrieden a Eher unzufrieden oder sehr unzufrieden (Schwelle 3 Monate) 0% 25% 50% 75% 100% Rücklage unter 3 Monaten (n=28) 54% [36–70] 3 Monate und mehr (n=86) 29% [21–39] Exakter Test nach Fisher, zweiseitig, explorativ: p = 0.023 b Weder zufrieden noch unzufrieden (Schwelle 12 Monate) 0% 25% 50% 75% 100% Rücklage unter 12 Monaten (n=74) 15% [9–25] 12 Monate und mehr (n=40) 38% [24–53] Exakter Test nach Fisher, zweiseitig, explorativ: p = 0.009 c Eher oder völlig zufrieden (drei Spannen) 0% 25% 50% 75% 100% Unter 3 Monaten (n=28) 36% [21–54] 3–11 Monate (n=46) 48% [34–62] 12 Monate und mehr (n=40) 40% [26–55] Fast gleich in allen drei Spannen: 36%, 48%, 40%
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a Die Unzufriedenheit fällt von 54% bei einer Rücklage unter drei Monaten auf 29%. b Der Unterschied wandert in das „50/50“: 15% gegen 38%. c Der Anteil der Zufriedenen wächst mit der Rücklage nicht. Zur Rücklage machten 114 von 118 eine Angabe.
Quelle: geldchen-Umfrage „Geld nach dem Umzug nach Deutschland“, N = 118, 1. August – 1. September 2026. Intervalle: 95% nach Wilson, Genauigkeit nur unter den Befragten. Prozentwerte sind gerundet und ergeben in der Summe nicht immer 100.
Daten
KategorienAnteil95%-Intervall
Eher unzufrieden oder sehr unzufrieden (Schwelle 3 Monate): Rücklage unter 3 Monaten (n=28)1554%36–70
Eher unzufrieden oder sehr unzufrieden (Schwelle 3 Monate): 3 Monate und mehr (n=86)2529%21–39
Weder zufrieden noch unzufrieden (Schwelle 12 Monate): Rücklage unter 12 Monaten (n=74)1115%9–25
Weder zufrieden noch unzufrieden (Schwelle 12 Monate): 12 Monate und mehr (n=40)1538%24–53
Eher oder völlig zufrieden (drei Spannen): Unter 3 Monaten (n=28)1036%21–54
Eher oder völlig zufrieden (drei Spannen): 3–11 Monate (n=46)2248%34–62
Eher oder völlig zufrieden (drei Spannen): 12 Monate und mehr (n=40)1640%26–55

Offensichtlich hängt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Polster angespart ist, mit dem Einkommen zusammen (Arbeit ↔ Einkommen ↔ Rücklage).

Einkommen und Rücklage gehen zusammen; die Umfrage trennt ihre Effekte nicht

Ist es das Einkommen und nicht die Rücklage? Zum Teil.

unter der Schwelle an der Schwelle und darüber a Stress oft oder fast täglich, nach Haushaltseinkommen 0% 25% 50% 75% 100% Einkommen unter 3.500 € (n=27) 52% [34–69] Einkommen ab 3.500 € (n=79) 15% [9–25] Exakter Test nach Fisher, zweiseitig, explorativ: p unter 0,001 b Stress zumindest manchmal, nur Haushalte mit Einkommen ab 3.500 € 0% 25% 50% 75% 100% Rücklage unter 12 Monaten (n=44) 57% [42–70] 12 Monate und mehr (n=34) 41% [26–58] Exakter Test nach Fisher, zweiseitig, explorativ: p = 0.25
Seitwärts wischen, um die ganze Abbildung zu sehen →
a Häufiger Stress nach Haushaltseinkommen, 106 Befragte mit Einkommensangabe. b Stress zumindest manchmal nach Rücklage, nur bei Haushalten mit einem Einkommen ab 3.500 €: dieselbe Richtung, kleinerer Abstand, breite Intervalle.
Quelle: geldchen-Umfrage „Geld nach dem Umzug nach Deutschland“, N = 118, 1. August – 1. September 2026. Intervalle: 95% nach Wilson, Genauigkeit nur unter den Befragten. Prozentwerte sind gerundet und ergeben in der Summe nicht immer 100.
Daten
KategorienAnteil95%-Intervall
Stress oft oder fast täglich, nach Haushaltseinkommen: Einkommen unter 3.500 € (n=27)1452%34–69
Stress oft oder fast täglich, nach Haushaltseinkommen: Einkommen ab 3.500 € (n=79)1215%9–25
Stress zumindest manchmal, nur Haushalte mit Einkommen ab 3.500 €: Rücklage unter 12 Monaten (n=44)2557%42–70
Stress zumindest manchmal, nur Haushalte mit Einkommen ab 3.500 €: 12 Monate und mehr (n=34)1441%26–58

7. Zum Lösen der Fragen: „Kaufen nicht verkaufen“. Wohnen - Rente - Investieren

WohnenInvestierenRente=

Immobilien und Wohnen sind die am häufigsten genannte schwierige Frage. Insgesamt erwartbar: entweder der größte regelmäßige Ausgabenposten oder zugleich der größte Kauf im Leben der meisten Menschen. Das Thema verlangt offensichtlich eine eigene Untersuchung und weckt offensichtlich großes Interesse: Die meisten Anmerkungen im Freitextfeld drehen sich ebenfalls um Wohnen und Immobilien.

Wohnen, Investieren und Rente sind für alle am schwersten; die instabile Gruppe hat die längere Liste

Bei welchen Geldthemen in Deutschland fiel eine sichere Entscheidung am schwersten (bis zu drei).
Instabile Gruppe: Einkommen unter 3.500 € oder Rücklage unter drei Monaten.
Stabile Gruppe: Einkommen ab 3.500 € und Rücklage ab drei Monaten.

a Unter den drei schwersten Entscheidungen genannt (alle 118) 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% Wohnen: Miete oder Kauf 53% [44–61] Investieren 42% [34–51] Rentenansprüche in Deutschland 36% [28–45] Gehaltsabrechnung und Steuern 23% [16–31] Versicherungen 22% [16–30] Ausgaben und Sparen 17% [11–25] Auto: Kauf oder Leasing 17% [11–25] Banken, Kredite, Schufa 14% [9–22] Sozialleistungen und Hilfen 8% [4–14] Hilfe für Familie im Ausland 7% [3–13] Bildung, Kita, Schule 5% [2–11] Ausländische Renten 4% [2–10] Schutz vor Betrug 1% [0–5] Nichts davon 8% [4–14] erste Reihe b Dieselben Themen nach den zwei Gruppen instabile Gruppe (n=43) stabile Gruppe (n=63) 0% 25% 50% 75% 100% Wohnen: Miete oder Kauf 37% · 60% Investieren 30% · 49% Rentenansprüche in Deutschland 28% · 38% Gehaltsabrechnung und Steuern — · 27% Versicherungen 26% · 21% Ausgaben und Sparen 26% · — Auto: Kauf oder Leasing — · 19% c Mindestens ein Thema aus einer Gruppe genannt 0% 25% 50% 75% 100% Wohnen, Investieren oder Rente 60% · 89% Leistungen, Ausgaben oder Kredite 44% · 29% Gehalt/Steuern oder Versicherung 37% · 41% Ein Strich: weniger als 10 Personen in der Gruppe; solche Zellen werden nicht veröffentlicht.
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a Anteile aller 118 Befragten; bis zu drei Antworten, deshalb ergibt die Summe mehr als 100%. b Dieselben Themen nach den zwei Gruppen (106 Personen zugeordnet, 12 nicht). c Zusammengefasste Kennzahlen, die die Regel „mindestens 10“ erfüllen. Die Frage misst die Schwierigkeit der Entscheidung, nicht das Interesse.
Quelle: geldchen-Umfrage „Geld nach dem Umzug nach Deutschland“, N = 118, 1. August – 1. September 2026. Intervalle: 95% nach Wilson, Genauigkeit nur unter den Befragten. Prozentwerte sind gerundet und ergeben in der Summe nicht immer 100.
Daten
KategorienAnteil95%-Intervall
Wohnen: Miete oder Kauf6253%44–61
Investieren5042%34–51
Rentenansprüche in Deutschland4236%28–45
Gehaltsabrechnung und Steuern2723%16–31
Versicherungen2622%16–30
Ausgaben und Sparen2017%11–25
Auto: Kauf oder Leasing2017%11–25
Banken, Kredite, Schufa1714%9–22
Sozialleistungen und Hilfen98%4–14
Hilfe für Familie im Ausland87%3–13
Bildung, Kita, Schule65%2–11
Ausländische Renten54%2–10
Schutz vor Betrug11%0–5
Nichts davon98%4–14
Instabile Gruppe: Wohnen: Miete oder Kauf1637%24–52
Instabile Gruppe: Investieren1330%19–45
Instabile Gruppe: Rentenansprüche in Deutschland1228%17–43
Instabile Gruppe: Gehaltsabrechnung und Steuern7nicht gezeigt (unter 10)
Instabile Gruppe: Versicherungen1126%15–40
Instabile Gruppe: Ausgaben und Sparen1126%15–40
Instabile Gruppe: Auto: Kauf oder Leasing5nicht gezeigt (unter 10)
Instabile Gruppe: Banken, Kredite, Schufa9nicht gezeigt (unter 10)
Instabile Gruppe: Sozialleistungen und Hilfen5nicht gezeigt (unter 10)
Instabile Gruppe: Hilfe für Familie im Ausland5nicht gezeigt (unter 10)
Instabile Gruppe: Nichts davon6nicht gezeigt (unter 10)
Stabile Gruppe: Wohnen: Miete oder Kauf3860%48–71
Stabile Gruppe: Investieren3149%37–61
Stabile Gruppe: Rentenansprüche in Deutschland2438%27–50
Stabile Gruppe: Gehaltsabrechnung und Steuern1727%18–39
Stabile Gruppe: Versicherungen1321%12–32
Stabile Gruppe: Ausgaben und Sparen8nicht gezeigt (unter 10)
Stabile Gruppe: Auto: Kauf oder Leasing1219%11–30
Stabile Gruppe: Banken, Kredite, Schufa7nicht gezeigt (unter 10)
Stabile Gruppe: Sozialleistungen und Hilfen4nicht gezeigt (unter 10)
Stabile Gruppe: Hilfe für Familie im Ausland2nicht gezeigt (unter 10)
Stabile Gruppe: Nichts davon2nicht gezeigt (unter 10)
Instabile Gruppe, mindestens eines von: Wohnen, Investieren oder Rente2660%46–74
Instabile Gruppe, mindestens eines von: Leistungen, Ausgaben oder Kredite1944%30–59
Instabile Gruppe, mindestens eines von: Gehalt/Steuern oder Versicherung1637%24–52
Stabile Gruppe, mindestens eines von: Wohnen, Investieren oder Rente5689%79–95
Stabile Gruppe, mindestens eines von: Leistungen, Ausgaben oder Kredite1829%19–41
Stabile Gruppe, mindestens eines von: Gehalt/Steuern oder Versicherung2641%30–54

8. Was das für das Thema Finanzbildung bedeuten kann

Insgesamt ist die Geldfrage nicht besonders „schwierig“: Es geht um das Gleichgewicht zweier Zahlen, Einnahmen und Ausgaben.

Als Benchmarking würden wir das Stabilitätsniveau der Befragten in Deutschland positiv bewerten. Ein Verdienst auf dem Niveau von Menschen, die ihr ganzes Leben im Land verbracht haben, ist eine beachtliche Leistung: Barrieren durch Sprache, Markt, Gesetze und Kontakte wirken, aber die Zahlen sagen, dass die befragte Stichprobe durchaus stabil ist. Wie die Umfrageergebnisse „hätten sein können“, bleibt außerhalb dieser Studie.

Eines der aussagekräftigen Ergebnisse ist ebenfalls gut vorhersehbar: Ein finanzielles Polster von drei Monaten Fixkosten senkt den täglichen Stress deutlich. Allerdings - und das sollte weiter untersucht werden - ist der Anteil der Menschen mit 12+ Monaten an Ersparnissen nicht unbedingt optimal. Wir kennen weder die Streuung noch die Instrumente, in denen diese Ersparnisse liegen, aber nach den offenen Kommentaren zu urteilen ist die Sorge um das Eröffnen und Schließen von Konten bei Banken und Brokern groß, dazu die Sanktionsfrage. Wahrscheinlich führt das dazu, Geld auf niedrig verzinsten Konten und in bar zu halten, also nicht in Instrumenten des langfristigen Vermögensaufbaus, sondern eher der Werterhaltung.

Aus diesem einfachen Rezept lässt sich schwer ein Rat machen: Es kann viele objektive Gründe geben, warum dieses Niveau unerreichbar ist. Wenn dieser „Fakt“ jemandem hilft, die eigenen Mittel einzuschätzen und das Verhältnis von Ausgaben und Einnahmen etwas zu verändern, um dieses Polster aufzubauen, wäre das für uns das beste Ergebnis. Aus den Artikeln von geldchen passt hier die einfachste, aber wichtige Idee - „Pay-yourself-first“.

Aber auch dieses „Gleichgewicht“ ist nicht die Hauptsache. Menschen auf höheren finanziellen Stufen stoßen auf andere Fragen: nicht die der nächsten Woche, sondern vielleicht die der nächsten Jahre oder Jahrzehnte. Sie verursachen offensichtlich weniger Stress, aber nicht weniger Unsicherheit darüber, was zu tun ist. Das Thema Investieren lässt sich nicht mit einer Definition abdecken, aber etwas Einfaches und trotzdem nicht Offensichtliches ist das Humankapital.

9. Methode und Grenzen

  • Instrument. Ein anonymes Google-Formular auf Russisch, rund zehn Minuten, vom 1. August bis 1. September 2026. Name, E-Mail-Adresse und andere Identifikatoren wurden nicht erhoben.
  • Stichprobe. 118 Antworten aus den eigenen Kanälen von geldchen; keine Zufallsstichprobe; Berlin überwiegt; niemand ist älter als 54 Jahre; verzerrt hin zu höherem Einkommen und einem kürzlich erfolgten Umzug.
  • Analyse. Nur deskriptiv. Die Kreuztabellen standen fest, bevor wir uns die Verteilungen angesehen haben; zwei später gewählte Aufteilungen (Einschränkungen unter/ab 12 Monaten; Unzufriedene gegen alle anderen) sind als explorativ markiert. Zellen der Kreuztabellen mit weniger als 10 Personen werden nicht veröffentlicht. Die 95%-Intervalle nach Wilson beschreiben die Genauigkeit unter den Befragten; die Fisher-Tests sind explorativ. Die Antworten „weiß nicht“ und „möchte ich nicht sagen“ sind in den Verteilungen gezeigt und aus den Kreuztabellen ausgeschlossen.
  • Zum Einsatz von KI. Den Analysetext hat der Autor von Hand geschrieben. Textredaktion, aggregierte Datenanalyse und die Erstellung der Grafiken entstanden mit Hilfe von KI-Modellen (Fable, Opus, Astra/Sol/Luna). Der allgemeine Disclaimer von geldchen gilt.
  • Was die Umfrage nicht sagt. Nichts hier ist kausal oder repräsentativ. Einkommen und Rücklage lassen sich nicht trennen. Das Haushaltseinkommen ist nicht um die Haushaltsgröße und die Zahl der Erwerbstätigen bereinigt. Die Themenfrage misst die Schwierigkeit der Entscheidung, nicht das Interesse.

Siehe auch die Beschreibung der Studie und den Datenschutzhinweis.

Quellen

  1. OECD (2023), OECD/INFE 2023 International Survey of Adult Financial Literacy. Frage zur Resilienz: „könnten die Lebenshaltungskosten mindestens drei Monate lang decken, wenn die Haupteinkommensquelle wegfällt“ - 43% über die teilnehmenden Länder, 49% über die OECD-Länder (Abschnitt 4). https://www.oecd.org/en/publications/oecd-infe-2023-international-survey-of-adult-financial-literacy_56003a32-en.html
  2. OECD (2024), Finanzbildung in Deutschland: Finanzielle Resilienz und finanzielles Wohlergehen. „25 % könnten ihre Lebenshaltungskosten bei Wegfall der Haupteinkommensquelle nicht drei Monate lang decken“ (BaFin-Umfrage, 2022). https://www.oecd.org/content/dam/oecd/de/publications/reports/2024/05/financial-literacy-in-germany_139ac105/c20b27ac-de.pdf
  3. Eurostat, EU-SILC, Tabelle ilc_mdes04 „Inability to face unexpected financial expenses“, 2024: Deutschland 32,2%, EU-27 30,0%. https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/ilc_mdes04/default/table
  4. Destatis, „Einkommen und Einkommensverteilung“, mittleres Haushaltsnettoeinkommen im Monat (Median) nach Haushaltstyp, EU-SILC 2025 (Einkommen 2024). https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Lebensbedingungen-Armutsgefaehrdung/Tabellen/einkommen-einkommensarten-typ-2.html
  5. IBB, Wohnungsmarktbericht 2024: durchschnittliches Haushaltsnettoeinkommen in Berlin 2.575 € im Monat (Mikrozensus 2023). https://www.ibb.de/de/ueber-uns/publikationen/wohnungsmarktbericht/2024.html
  6. geldchen (2026), „Geld nach dem Umzug nach Deutschland“, anonyme Online-Umfrage, N = 118, 1. August – 1. September 2026. Aggregate und Methode sind oben beschrieben.