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Fixkostenquote

Level 3 · Fortgeschritten
BegriffFixkostenquote
Verwendet vonMietbelastungsquote

Die Fixkostenquote ist der Anteil des Nettoeinkommens, den feste, wiederkehrende Verpflichtungen verschlingen – Miete, Versicherungsbeiträge, Kreditraten und Abos – ausgedrückt als Prozentsatz. Wenn du die gesamten Fixkosten durch das Nettoeinkommen teilst und mit 100 multiplizierst, wird aus einer verstreuten Liste einzelner Rechnungen eine einzige Zahl, die über Haushalte und Städte hinweg vergleichbar bleibt.

Warum das wichtig ist

Eine Fixkostenquote von 45 % bedeutet dasselbe, egal ob das Nettoeinkommen 2.000 € oder 5.000 € im Monat beträgt – ein reiner Eurobetrag sagt das nicht aus: 900 € Fixkosten sind für den einen Haushalt eng, für den anderen unbedeutend. Budgetrahmen, die eine Obergrenze für Fixkosten anpeilen (üblicherweise rund die Hälfte des Nettoeinkommens), nutzen dafür diese Quote und nicht den Eurobetrag, weil eine niedrigere Quote mehr Spielraum lässt, um einen Einkommensrückgang aufzufangen, ohne Miete, Versicherung oder Kreditkonditionen neu verhandeln zu müssen. Vergleiche der Lebenshaltungskosten zwischen Städten stützen sich auf dieselbe Quote, um zu zeigen, wie sich die Erschwinglichkeit zwischen deutschen Städten unabhängig vom örtlichen Gehaltsniveau unterscheidet – eine Stadt, in der sowohl Löhne als auch Miete hoch sind, kann trotzdem eine niedrigere Fixkostenquote haben als eine günstigere Stadt mit niedrigeren Löhnen.

Beispielrechnungen

1. Die Quote für einen Haushalt berechnen. Das Nettoeinkommen beträgt 3.000 €/Monat. Fixe Verpflichtungen: Kaltmiete 900 €, Nebenkosten 200 €, Krankenversicherungsbeitrag 250 €, Haftpflicht- und Hausratversicherung 35 € sowie ein Telefon-/Internetvertrag 40 €. Fixkosten insgesamt: 900 € + 200 € + 250 € + 35 € + 40 € = 1.425 €. Die Fixkostenquote beträgt 1.425 € / 3.000 € = 0,475 = 47,5 % – knapp die Hälfte des Nettoeinkommens fließt in Verpflichtungen, die sich von Monat zu Monat nicht anpassen lassen.

2. Zwei Haushalte in unterschiedlichen Städten vergleichen. Die Quote macht Unterschiede bei der Erschwinglichkeit sichtbar, die reine Miet- oder Einkommenszahlen für sich genommen verbergen.

HaushaltNettoeinkommenFixkostenFixkostenquote
A – kleinere Stadt2.400 €1.080 €45 %
B – teure Metropole3.600 €2.160 €60 %

Haushalt B verdient 1.200 € mehr im Monat als Haushalt A, doch ein größerer Anteil dieses Einkommens ist bereits gebunden, bevor überhaupt eine Ausgabenentscheidung getroffen wird. Haushalt A hat ein kleineres Einkommen, aber ein größerer Teil davon bleibt flexibel – 55 % gegenüber 40 % bei Haushalt B. Vergleicht man nur die beiden Eurobeträge, wirkt B einfach bessergestellt; die Quote zeigt jedoch, dass B weniger Spielraum hat, wenn das Einkommen sinkt oder unerwartete Kosten auftreten.

Teste dich selbst

Ein Haushalt hat ein Nettoeinkommen von 2.500 €/Monat. Fixkosten: Miete 700 €, Nebenkosten 150 €, Versicherung 200 €, Telefon/Internet 40 €. Wie hoch ist die Fixkostenquote, in Prozent?

Die Fixkostenquote eines Haushalts liegt bei 38 %. Was beschreibt diese Zahl?

Person A berechnet ihre Fixkostenquote mit dem Bruttogehalt (vor Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen) als Nenner. Person B verwendet das Nettoeinkommen (nach Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen). Beide haben identische Fixkosten und dasselbe Bruttogehalt. Was passiert mit der Quote von Person A im Vergleich zu der von Person B?

Ein Haushalt verdient netto 3.000 €/Monat und hat 1.650 €/Monat an Fixkosten. Wie viel Prozent des Nettoeinkommens bleiben flexibel, das heißt nicht durch Fixkosten gebunden?