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Unterhaltskosten

Unterhaltskosten sind die Ausgaben, die nach dem Kauf immer wieder anfallen — getrennt vom einmaligen Preis, den du dafür bezahlt hast. Ein Auto, eine Wohnung, ein Abo oder ein Haustier haben alle einen Kaufpreis oder Einstiegspreis und danach einen Strom laufender Kosten: Wartung, Versicherung, Gebühren, Energie, Reparaturen. Unterhaltskosten sind die variablen und fixen Kosten, die anfallen, solange du etwas besitzt oder hältst.

Warum das wichtig ist

Ein Kaufpreis ist eine einzelne Zahl; Unterhaltskosten sind eine Verpflichtung, die sich über Jahre wiederholt. Zwei Optionen nur nach dem Preis zu vergleichen — zwei Autos, zwei Wohnungen, zwei Verträge — verschleiert, welche Option über die Zeit tatsächlich mehr kostet, denn die im Kauf günstigere ist im Unterhalt oft die teurere. Unterhaltskosten fassen Fixkosten (die sich nicht mit der Nutzung ändern, zum Beispiel Versicherungsprämien) und variable Kosten (die mit der Nutzung steigen, zum Beispiel Kraftstoff oder Nebenkosten) zu einer einzigen laufenden Belastung zusammen.

Bei den meisten langlebigen Anschaffungen sollten die Unterhaltskosten und nicht der Preis auf dem Etikett über die Entscheidung bestimmen: Über ein paar Jahre übersteigen sie regelmäßig den Kaufpreis selbst, sodass der wahre Preis des Besitzens der Kaufpreis plus alles ist, was das Halten kostet. Genau hier steckt ein häufiger Budgetfehler. Genau den Etikettpreis anzusparen und keinen Euro mehr, deckt den Kauf, aber nicht den Besitz: Das Geld reicht, um die Sache zu kaufen, und nicht, um sie zu betreiben – und was an der Kasse bezahlbar aussah, verändert die Rechnung des Haushalts still, sobald die monatlichen Kosten eintrudeln.

Wer Unterhaltskosten versteht, kann jeden Kauf bewerten, der nicht sofort verbraucht wird. Das betrifft Entscheidungen wie Kaufen oder Mieten, welches Modell oder welcher Tarif infrage kommt, und wie sich ein Haushaltsbudget Monat für Monat verhält — nicht nur am Tag des Kaufs.

Beispielrechnungen

1. Ein Auto — Unterhaltskosten jenseits des Kaufpreises. Ein Gebrauchtwagen kostet beispielhaft 12.000 € im Kauf. Der Besitz bringt dann laufende Kosten mit sich: Kfz-Versicherung mit beispielhaft 600 €/Jahr, Kfz-Steuer mit 120 €/Jahr, Kraftstoff mit 150 €/Monat und Wartung im Schnitt mit 80 €/Monat. Jährliche Unterhaltskosten: 600 € + 120 € + (150 € x 12) + (80 € x 12) = 3.480 €/Jahr. Über fünf Jahre summieren sich die Unterhaltskosten allein auf 17.400 € — mehr als der Kaufpreis.

2. Eine Mietwohnung — Unterhaltskosten zusätzlich zur Miete. Eine Wohnung hat eine Kaltmiete von beispielhaft 900 €/Monat. Zu den Unterhaltskosten kommen Nebenkosten von 200 €/Monat und Strom von 70 €/Monat hinzu. Monatliche Unterhaltskosten fürs Wohnen insgesamt: 900 € + 200 € + 70 € = 1.170 €, nicht die 900 €, die im Mietangebot beworben werden.

PostenEinmalige KostenMonatliche Unterhaltskosten
Auto (beispielhaft)12.000 € Kaufpreis290 € (Versicherung, Steuer, Kraftstoff, Wartung)
Wohnung (beispielhaft)Kaution, Umzugskosten1.170 € (Miete + Nebenkosten + Strom)

Nur die linke Spalte zu vergleichen — die einmaligen Kosten — ergibt ein unvollständiges Bild; die monatlichen Unterhaltskosten bestimmen, was ein Posten über die Zeit tatsächlich aus einem Budget herausnimmt.

Teste dich selbst

Ein Auto hat eine Versicherungsprämie von beispielhaft 50 €/Monat, eine Kfz-Steuer von 10 €/Monat und durchschnittliche Kraftstoff- und Wartungskosten von 230 €/Monat. Wie hoch sind die monatlichen Unterhaltskosten insgesamt?

Zwei Wohnungen werden zur gleichen Kaltmiete von 900 €/Monat angeboten. Wohnung A hat Nebenkosten von 150 €/Monat, Wohnung B hat 280 €/Monat. Welche Aussage ist richtig?

Welche der folgenden Beispiele sind Unterhaltskosten, im Gegensatz zu einmaligen Kaufkosten? (Wähle alle zutreffenden Antworten.)