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Sparquote

Die Sparquote ist der Anteil des Einkommens, der beiseitegelegt statt ausgegeben wird, ausgedrückt als Prozentsatz des Nettoeinkommens: Ersparnisse ÷ Nettoeinkommen x 100. Ein Haushalt, der netto 3.000 € im Monat verdient und davon 600 € spart, hat eine Sparquote von 20 %. Weil es sich um ein Verhältnis und nicht um einen Eurobetrag handelt, bleibt sie über Gehaltserhöhungen, Jobwechsel und unterschiedliche Einkommenshöhen hinweg vergleichbar.

Warum das wichtig ist

Die Sparquote ist die Zahl, auf der die meisten späteren Vermögensberechnungen aufbauen: wie eine Sparlücke den Abstand zu einem Ziel misst, wie viele Jahre eine bestimmte Quote braucht, um ein Zielvermögen zu erreichen, und warum die eingezahlte Quote das Endergebnis oft stärker bewegt als die erzielte Rendite. Weil sie ein Prozentsatz ist, überträgt sie sich außerdem über Kontexte hinweg, bei denen ein reiner Eurobetrag das nicht tut — ein Haushalt, der eine Sparquote von 30 % in einer Stadt mit einer Sparquote von 20 % in einer teureren Stadt vergleicht, vergleicht Äpfel mit Äpfeln, auch wenn Miete, Gehälter und die absolute Ersparnis sich unterscheiden.

Die Quote wird immer auf Basis des Nettoeinkommens berechnet — also das, was nach Abzug von Lohnsteuer und Sozialversicherung auf dem Konto landet — und nicht auf Basis des Bruttos. Wird eine Quote stattdessen gegen das Bruttoeinkommen statt gegen das Nettoeinkommen berechnet, bläht das die Quote stillschweigend auf, da das Brutto immer der größere Nenner ist.

Durchgerechnete Beispiele

1. Basisberechnung. Ein Alleinverdiener verdient netto 3.000 €/Monat und überweist monatlich 600 € auf Sparkonto und Investments. Die Sparquote beträgt 600 € / 3.000 € = 0,20 = 20 %. Steigt das Nettoeinkommen dieser Person auf 3.300 € und die monatliche Sparrate auf 660 €, bleibt die Quote bei 20 % — konstant bleibt das Verhältnis, nicht der Eurobetrag.

2. Gleiche Quote, unterschiedliches Einkommen. Eine Sparquote von 20 % bedeutet je nach Nettoeinkommen ganz unterschiedliche absolute Beträge:

Nettoeinkommen (monatlich)SparquoteGesparter Betrag (monatlich)
2.000 €20 %400 €
3.500 €20 %700 €
6.000 €20 %1.200 €

Der Prozentsatz ist in allen drei Zeilen identisch; nur das Euro-Ergebnis skaliert mit dem Einkommen. Haushalte anhand der Sparquote statt anhand gesparter Euro zu vergleichen, vermeidet den falschen Eindruck, dass ein Besserverdiener automatisch „besser spart".

3. Die Obergrenze durch die Konsumuntergrenze. Eine beispielhafte Einzelperson verdient netto 3.000 €/Monat. Ihre Konsumuntergrenze — Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Mindesteinkäufe für Lebensmittel und der Weg zur Arbeit — summiert sich auf 2.000 €/Monat. Vor jeglichen Kürzungen bei frei verfügbaren Ausgaben liegt die maximale theoretische Sparquote bei (3.000 € - 2.000 €) / 3.000 € = 0,333 = 33,3 %. Eine höhere Quote zu erreichen, erfordert entweder, die Untergrenze selbst zu senken (günstigere Wohnung, Umzug), oder null frei verfügbare Ausgaben zu akzeptieren — nicht eine kleinere Version desselben Budgets.

Teste dich selbst

Ein Haushalt verdient netto 3.500 € pro Monat und spart davon 700 €. Wie hoch ist die Sparquote, in Prozent?

Wodurch sollte die Ersparnis geteilt werden, um die Sparquote zu berechnen?

Was davon erhöht tatsächlich die Sparquote eines Haushalts — und lässt nicht nur die ausgewiesene Zahl größer aussehen? Wähle alle zutreffenden Antworten aus.

Eine Einzelperson verdient netto 2.400 €/Monat. Ihre Konsumuntergrenze (Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Mindesteinkäufe für Lebensmittel und Weg zur Arbeit) summiert sich auf 1.600 €/Monat. Wie hoch ist vor jeglichen Kürzungen bei frei verfügbaren Ausgaben die maximale theoretische Sparquote, in Prozent?